Vereinsaktivitäten




Sanierung des Brunnens am Bischberg
von Herbert Jäckel
 


Unterhalb des Bitschberges zwischen Hasborn und Theley befindet sich ein mit Natursteinen gemauerter Laufbrunnen, der vor etlichen Jahren von Hasborner Gemeindearbeitern errichtet wurde. Durch umgefallene Bäume wurde der Brunnen beschädigt und durch anschließenden Hangrutsch fast völlig verschüttet. Auch die Wasserzuleitung war unterbrochen.

Der Historische Verein Hasborn-Dautweiler begann auf Vorschlag unserer Kassiererin Cilli Backes im Juni 2014 mit dem Team Peter Schmit, Hermann Rauber und Herbert Jäckel den Brunnen in Eigenregie freizulegen und mit Zustimmung der Gemeinde zu sanieren. Die Fläche um den Brunnen herum wurde abgegraben und der steile Hang mittels einer Trockenmauer aus Melaphyrgestein gesichert.

Brunnen am Bitschberg

   Neugestalteter Brunnen am Bitschberg
Foto: Herbert Jäckel
Anschließend wurden folgende Arbeiten durchgeführt:
- Erneuern des Auslaufrohres durch ein Edelstahlrohr
- Ersetzen und Verfugen der ausgebrochenen Natursteinplatten
- Anpflanzungsmaßnahmen am Steilhang oberhalb der Trockenmauer
- Sicherungsarbeiten am Zugang zum Brunnen

Es wurden ca. 100 ehrenamtliche Stunden durch das sog. Brunnenteam des Historischen Vereins geleistet. Die Materialkosten wurden vom Historischen Verein getragen wobei der Bauhof der Gemeinde Tholey die Melapyrsteine für die Errichtung des Trockenmauerwerks kostenlos zur Verfügung stellte. Die Brunnensanierung wurde kürzlich von der Staatskanzlei des Saarlandes, die solche ehrenamtliche Projekte unter dem Motto „Saarland zum Selbermachen“ fördert, mit 650 € bezuschusst. Die Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer überreichte uns am 2. Juni 2015 die entsprechende Urkunde. Ein herzliches Dankeschön gilt auch Frau Jutta Backes-Burr die uns den Tipp gab den Antrag bei der Staatskanzlei einzureichen.
 


Historischer Verein Hasborn-Dautweiler saniert gusseisernes Fenster der alten Pfarrkirche
von Herbert Jäckel
 


Seit Mitte März 2015 ziert die neu gestaltete Rosette das Foyer des Alten Rathauses in Hasborn.
 
In der alten Pfarrkirche von Hasborn, die von 1770-1909 am heutigen Standort des Alten Rathauses stand, war über der Eingangstür ein gusseisernes Rundfenster zur Beleuchtung der Empore eingemauert. Dieses Rundfenster war als Rosette ausgebildet und sicherlich, wie damals üblich, mit eingekitteten Farbgläsern gefüllt. Vermutlich wurden die Glasscheiben schon beim Abriss der Kirche zerstört und für den Fensterrahmen selbst fand sich keine sinnvolle Verwendung mehr. Beim anschließenden Neubau des Schulgebäudes (1912), dem späteren Rathaus, wurde der gusseiserne Fensterrahmen an der rechten Eingangsseite an der Außenwand aufgehängt. Direkt davor stellte man das alte Friedhofskreuz, das ebenfalls noch vorhanden ist.Nach Meinung von Experten des Landesdenkmalamtes stammt das Rundfenster aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde somit nachträglich in die alte Kirche eingebaut.

Rosette der alten Kirche in Hasborn

Neugestaltete Rosette im Alten Rathaus Hasborn, Foto: Herbert Jäckel
Offensichtlich wurde es damals in Mariahütte gefertigt, denn Fenster ähnlicher bzw. gleicher Machart befinden sich in der Lehrwerkstatt der Diehlwerke in Mariahütte, in der alten Kirche in Primstal und in der katholischen Kirche in Züsch.
Bei der Rathausrenovierung im Jahr 2005 konnte Ortvorsteher Walter Krächan die Rosette vor der Verschrottung retten und deponierte sie in seinem Privathaus.


Inspiriert durch die Recherchen unserer Mitglieder Gerd Zöhler (Kirchenbuch) sowie Peter Schmit (Altes Rathaus) griff der Vorstand des Historischen Vereins die reizvolle Idee auf, die Rosette zu sanieren, neu zu gestalten und im Foyer des Alten Rathauses wieder aufzuhängen.
Nach einigen Vorplanungen wurde das Projekt begonnen und in die Tat umgesetzt. Unser Vorstandsmitglied Peter Schmit übernahm dankenswerterweise die Federführung und koordinierte die Arbeiten.
Folgende Arbeitsschritte waren erforderlich:
• Sandstrahlen, Grundieren und Lackieren der gusseisernen Rosette
• Auswahl, Einschleifen, Einpassen und Befestigen von geeigneten farblichen Gläsern
• Anfertigen von Halterungen zur Wandbefestigung aus Edelstahl
• Bohren von Ankerlöchern und Einbringen von Ankern zum Befestigen der Rosette
• Installation der LED Hinterleuchtung mit der zugehörigen Elektroinstallation
• Aufhängen der Rosette im Alten Rathaus und anschließende Restarbeiten

Das Projekt fand auch außerhalb unsers Vereins bei vielen Personen Zustimmung. Unser Dank gilt allen, die uns bereitwillig und tatkräftig unterstützt haben. Alle Arbeiten wurden unentgeltlich ausgeführt, so dass nur Materialkosten anfielen.
Insbesondere möchten wir folgenden Unterstützern danken:

Frau Dr. Marschall und Herr Dr. Schreiber vom Landesdenkmalamt, die wir bei einem Ortstermin von unserem Planungskonzept überzeugen konnten. Sie haben uns anschließend zur Restaurierung der Rosette ermutigt.

Bei der Fa. Elektro Jäckel aus Hasborn, die die Elektro- und Hinterleuchtungsinstallationen ausgeführt haben.

Frau Christa Schmit und Hermann Backes brachten kreative Vorschläge zur Farbgestaltung der Rosette mit ein, wobei sie auch die Schulklassen 6a der Gemeinschaftsschule Theley und die Klasse 10c des Gymnasiums Wendalinum im Kunstunterricht an dem Objekt beteiligten.

Unser Vorstandsmitglied Anne Lermen hat die historischen Zusammenhänge recherchiert und mit konstruktiven Vorschlägen die neue Gestaltung der Rosette beeinflusst.

Ein besonderes Dankeschön gilt Karl Kaspar für sein ehrenamtliches Engagement. Mit seinem Hobby als begeisterter Tiffany-Künstler hat er uns bei der Farbauswahl und bei der Anschaffung der Glasscheiben fachmännisch beraten und unterstützt. Weiterhin hat er die Gläser selbst zugeschnitten und exakt in den gusseisernen Rahmen eingepasst.

Die Kosten für die Restaurierung konnten durch Zuschüsse der Gemeinde, des Ortsvorstehers, der Gemeinschaft der Ortsvereine und des Historischen Vereins gedeckt werden. Danke sagen wir dafür unserem Bürgermeister Hermann Josef Schmitt, Ortsvorsteher Walter Krächan und Martin Backes, die sich für die Spenden eingesetzt haben.